Von Rettungsglocken, Leichenhallen und Zungenziehapparaten

Nachdem die ersten drei Themenkomplexe der Schwarzen Witwe bereits zahlreiche Malchower und seine Gäste erstaunt haben, folgt nun der vierte Teil:

Friedhofsgeflüster IV - Der Scheintod
Von Rettungsglocken, Leichenhallen und Zungenziehapparaten

Ein Rundgang mit der Dichterin Friederike Kempner

Wann und warum kam es zu der europaweiten Angst vor dem Lebendigbegrabenwerden und wie konnte man sich davor schützen. Wodurch die Angst verschwand, erfährt man in diesem Teil des Friedhofsgeflüsters.

 

Sie ist ein Fräulein und war es ihr ganzes Leben lang. Manch einer hat sie belächelt aufgrund ihres unfreiwilligen Humors, andere achteten ihr Engagement hinsichtlich der sozialen Fürsorge, ihrem Kampf gegen Antisemitismus und den Scheintod. Die schlesische Dichterin Friederike Kempner (1828-1904) trat beispielhaft hervor, als die Menschen die Angst umtrieb, sie könnten bei lebendigem Leib begraben werden. Nun berichtet sie über ihre Zeit, ihre Bestrebungen und die Neuerungen, die diese Angst hervorbrachten. Mediziner, Physiker, Naturwissenschaftler versuchten gemeinsam dem Scheintod den Garaus zu machen, indem sie wilde Erfindungen zur besseren Feststellung des Todes bzw. zur Rettung aus dem Grab auf den Markt brachten. Aber wie oder woraus entstand diese Angst? Und was hat das Aufkommen der Elektrizität damit zu tun? Wozu benötigte man Zungenziehapparate und Brustwarzenkneifzangen, was haben Hans Christian Andersen, Bertolt Brecht, Alfred Nobel und Dostojewski gemeinsam und was macht ein Leichenwärter? All diese Fragen werden während dieses illustren Rundgangs beantwortet.

Wann: 02.05.2026 19:30 Uhr (Dauer: ca. 90min)

Treffpunkt: Vor dem Klosterfriedhof Malchow (auf dem Malchower Kloster)

Kartenvorverkauf: 18,50 € p.P. inkl. VVK-Gebühren

Tourist-Information Malchow
Kirchenstraße 11
17213 Malchow
Tel.: 039932 83186
E-Mail: info@tourismus-malchow.de