Die militärische Aufrüstung des Deutschen Reiches ab 1933 wurde auch in der kleinen Inselstadt Malchow gefördert.

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten begann die Zeit des Schreckens. In einem Waldgebiet in der Nähe Malchows begann der Aufbau eines Rüstungsbetriebes mit Laboren, Werkstätten und Entsorgungsanlagen. Für eine Herstellung von Sprengkapseln und Sprengstoff ab Oktober 1939 wurden viele Arbeitskräfte benötigt. Zunächst wurde diese Arbeit von Ortsansässigen Spezialisten durchgeführt, doch aufgrund der Gefahren im Umgang mit Explosionsmaterial beschloss man Kriegsgefangene, ausländische Arbeiterinnen und weibliche KZ-Insassen zur Herstellung zu benutzen. Durch die Tatsache, dass ständig mehr Gefangene nach Malchow kamen, beschloss man ein Außenlager des KZ Ravensbrück dort aufzubauen. Bei der risikobehafteten Arbeit starben tagtäglich Insassinnen. Erst mit dem Einzug der sowjetischen Streitkräfte fand die Schreckensherrschaft ein Ende und die restlichen Gefangenen konnten befreit werden. Auch das Werksgelände wurde geräumt und gesprengt.

Heute ist davon noch ein Teil erhalten, Betontrümmer, der Verlauf der Werksbahnschienen, sowie die Wohngebäude in der Thälmannsiedlung blieben erhalten.

Zurück

Altstadtinsel

Die wunderschöne Inselstadt Malchow besteht aus drei Teilen: der Altstadtinsel, dem Kloster und der Neustadt.

Aussichtsturm der Klosterkirche Malchow

In 55 Metern Höhe kann man bei schönem Wetter atemberaubende Ansichten der Natur erleben.

© Tourist-Information Malchow
© Tourist-Information Malchow

Damenplatz am Kloster Malchow

Der Damenplatz auf dem Kloster Malchow bildet gemeinsam mit dem ehemaligen Refektorium (heute Kunstmuseum) das Zentrum des Geländes.

© Thomas Neske
© Thomas Neske

Drehbrücke

Der etwa 15 Meter lange Neubau ist ein Wahrzeichen der Stadt und öffnet zu jeder vollen Stunde, um den auf der Müritz-Elde-Wasserstraße fahrenden Schiffen die Durchfahrt zu gewähren.

© Tourist-Information Malchow
© Tourist-Information Malchow

Engelscher Garten

Der Engelsche Garten existiert bereits seit 200 Jahren. Seinen Namen hat er von Johann Jakob Christian Engel, der von 1786 bis 1819 als Küchenmeister im Kloster tätig war.

© Tourist-Information Malchow
© Tourist-Information Malchow

Erddamm

Ein von Menschenhand aufgeschütteter Erddamm verbindet Altstadt und Kloster. In der Zeit von 1844 bis 1846 wurde diese Verbindung unter Bürgermeister Friedrich Meyer erbaut.

© Kathleen Stutz
© Kathleen Stutz

Kloster

Das ehemalige Zisterzienserkloster der Inselstadt Malchow ist heute ein umfangreiches Museum.

Kriegerdenkmal

Ein Denkmal, dass die Geschichte Malchows erzählt und selbst ein Teil davon ist. Der massive Betonklotz, der heute im Stadtpark an der Stadtkirche steht, hatte einst ein anderes Aussehen.

Munitions- und Sprengstoffwerk

Die militärische Aufrüstung des Deutschen Reiches ab 1933 wurde auch in der kleinen Inselstadt Malchow gefördert.

© Thomas Neske
© Thomas Neske

Rathaus

Das Rathaus mit Aufzug und das ehemalige Amtsgerichtsgebäude, verbunden mit einem Gang aus Glas und Stahl, sind heute der gemeinsame repräsentative Verwaltungssitz des Amtes Malchow.

© T. Sievert
© T. Sievert

Stadthafen

Der Hafen der Inselstadt ist ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt. Hier findet Leben statt.

Stadtkirche

Von der "Inselkirche" zur "Stadtkirche". Die Kirche der Inselstadt Malchow ist mit ihrer aufregenden Geschichte als Wahrzeichen bekannt.

Werwolftragödie

Die „Villa Blanck“ in der Gartenstraße in Malchow hat eine atemraubende Geschichte.
Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges am 08. Mai 1945 endete auch die nationalistische Gewaltherrschaft. In den